Pressemitteilung des Landratsamtes Miltenberg vom 24. Februar 2006
Landratsamt empfiehlt: Wassergeflügel nicht füttern!
Kreis Miltenberg. In Anbetracht einer drohenden Geflügelpestgefahr wird die Bevölkerung gebeten, ab sofort Wassergeflügel nicht mehr zu füttern. Durch den engen Kontakt zwischen den Vögeln am Futterplatz wird die Ansteckungsgefahr unter dem Geflügel unnötig erhöht, auch werden möglicherweise infizierte Zugvögel angelockt. Das Futter kann an solchen Stellen mit Vogelkot verunreinigt werden. Falls dieser bereits mit dem Virus infiziert ist, können sich gesunde Vögel anstecken. Singvögel dürfen aber weiterhin gefüttert werden, denn diese gelten derzeit nicht als gefährdet.
Das Landratsamt weist nochmals daraufhin, dass einzelne Funde von totem Wildgeflügel noch keinen Vogelgrippeverdacht bedeuten. Die Tierkörper können wie bisher z. B. mit Handschuhen entsorgt werden. Erst wenn an einem Ort mehrere verendete Wildvögel bei unklarer Todesursache aufgefunden werden, ist das Veterinäramt zu verständigen. Grundsätzlich wird Wildgeflügel im Rahmen eines Monitoringprogramms regelmäßig stichprobenhaft auf Erreger der Vogelgrippe untersucht, um einen Ausbruch der Krankheit rechtzeitig zu erkennen.
Krisenstab gebildet
Im Landratsamt Miltenberg wurde bereits in der vergangenen Woche ein Krisenstab gebildet. Dort werden in enger Abstimmung mit den Führungskräften der Kreisbrandinspektion Miltenberg und dem Technischen Hilfswerk alle notwendigen Maßnahmen besprochen und vorbereitet, die bei einem eventuellen Auftritt der Vogelgrippe im Landkreis Miltenberg erforderlich wären.