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Waldbrandübung Niedernberg

Waldbrandübung Niedernberg

 Wassertransportmodul Nord getestet

Bei einer großangelegten Waldbrandübung in Niedernberg wurde erstmals das neugebildete Wassertransportmodul Nord unter Einsatzbedingungen getestet.
Im Waldgebiet „Scherder“, nahe der Niedernberger Grotte war, nach der Übungsannahme,  bei Waldarbeiten ein Brand ausgebrochen.
Um 13:00 Uhr wurde für die Feuerwehr Niedernberg Alarm ausgelöst mit der Meldung :

„Waldbrand im Waldgebiet Scherder, es werden Personen vermißt“

Kurz darauf rückte die Feuerwehr Niedernberg mit ihrem Löschzug, bestehend aus KdoW, ELW, TLF 16/25, LF 16 und V-LKW zur Einsatzstelle aus. Bei Eintreffen des Einsatzleiters wurde schnell erkannt, das die eigenen Kräfte zur Brandbekämpfung nicht ausreichen und ebenso das mitgeführte Wasser nicht ausreichend ist.
Daraufhin wurde für das Wassertransportmodul Nord Alarm ausgelöst und die wasserführenden Fahrzeuge in den Bereitstellungsraum beordert. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Grossostheim (Landkreis Aschaffenburg)wegen der räumlichen Nähe mit einem TLF 20/40 SL und einem TLF 16/25 dazualarmiert.
Das Wassertransportmodul Nord besteht zur Zeit aus folgenden Fahrzeugen:

·         TLF 16/25, Feuerwehr Niedernberg

·         HLF 20/16, Feuerwehr Großwallstadt

·         TLF 16/25, Feuerwehr Obernburg

·         TLF 16/25, Feuerwehr Wörth

·         TLF 16/25, Feuerwehr Erlenbach

·         TLF 16/25, Feuerwehr Klingenberg

·         TLF 16/25, Feuerwehr Sulzbach

·         WLF mit AB-Tank, THW Obernburg

Nachdem durch die Feuerwehr Niedernberg der Erstangriff vorgetragen war, wurden zur weiteren Wasserversorgung zwei provisorische Wasserentnahmestellen hergerrichtet. Direkt an der Einsatzstelle wurde ein Faltbehälter aufgestellt der durch eine Förderleitung von der Abladestelle der Tanklöschfahrzeuge befüllt wurde. An einer Weggabelung wurde die Abladestelle für die Tanklöschfahrzeuge eingerichtet, wobei auch hier das angelieferte Wasser in einen Faltbehälter (Fassungsvermögen 5000 Liter)eingebracht  wurde. Von der Abladestelle wurde das Wasser über eine Förderleitung, gespeist vom LF 16 Niedernberg, zur Einsatzstelle gepumpt. Die im Bereitstellungsraum wartenden wasserführenden Fahrzeuge wurden nun einzeln zur Wasserabgabestelle beordert und befüllten dort den Faltbehälter, dabei war auch das Können der Einsatzfahrer bei den Rangierarbeiten im Wald gefragt.

Über einen Rundweg verließen die Fahrzeuge dann wieder den Wald um an der Hans-Herrmann Halle in Niedernberg wieder Wasser aufzunehmen.

In der zwischenzeit wurden durch die Feuerwehreinsatzkräfte die vermissten Personen (1 Vater mit seinen 3 Kindern) gesucht und nach kurzer Zeit aufgefunden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes (SEG Mitte, Mömlingen) wurden die verletzten Personen durch die Feuerwehreinsatzkräfte betreut , versorgt und zur eingerichteten Verletztensammelstelle gebracht.

Nach ca. 2 Std. wurde die Übung durch den Feuerwehreinsatzleiter Uwe Reinhard (1.Kdt. FF Niedernberg) beendet.

Interessierte Übungsbeobachter waren Bgm.Reinhardt (Niedernberg), KBR Meinrad Lebold (Großheubach) die Kreisbrandmeister Josef Vornberger (Wörth) und Franz Stuckert (Mechenhard) sowie Joachim Hörst und Martin Selonke vom Landratsamt Miltenberg und Joachim Hofmann von der Polizei in Obernburg.

Bei der anschliessenden Übungsbesprechung bedankte sich KBR Lebold bei den anwesenden Übungsteilnehmern für die gezeigte Leistung. Lebold sagte, auch wenn kleinere Fehler aufgetreten seien, so ist das Übunsziel, nämlich das Testen des Modules Wassertransport erreicht worden.

Insgesamt waren bei dieser Übung ca. 100 Einsatzkräfte von Feuerwehren, THW und BRK mit 22 Fahrzeugen eingesetzt.

(Text u. Bilder: Peter Nies, KFV Miltenberg)

 

Die Bilder finden Sie hier

 

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