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Erlebnisbericht einer USA-Reise

Erlebnisbericht USA

Erlebnisbericht mit Fotos: USA-Aufenthalt vom 9. bis 28. Mai 2009

Am Samstag, 9. Mai 2009 starteten wir zu einem knapp dreiwöchigen Urlaub in die USA. Unser Flug ging nonstop von Frankfurt am Main nach San Francisco an die Westküste in den Vereinigten Staaten von Amerika. Nach zwölfstündiger Flugreise mit United Airlines über die Packeisgrenze kamen wir am Abend wohlbehalten auf dem Zielflughafen an.
San Francisco ist mit 824.525 Einwohnern die viertgrößte Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien. Bereits an unserem zweiten Urlaustag hatten wir auf dem Weg zur Golden Gate Bridge die erste Begegnung mit den amerikanischen Feuerwehrkameraden. Während sie in Hafennähe mit ihrem großen Leiterwagen auf grün an der Ampel warteten, nutzten wir die Gelegenheit und posierten fürs erste Foto neben ihrem Fahrzeug.
Von San Francisco aus fuhren wir am Montag, 11. Mai 2009 mit unserem Leihwagen Richtung Yosemite National Park, wo eine eigene Feuerwache mit einem „Engine“, ähnlich einem HLF in Deutschland, betrieben wird. Die Westküsten-Rundreise führte uns in den kommenden knapp vierzehn Tagen weiter über das Death Valley in die bizarre Wüstenstadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada mit ihren ca. 2 Millionen Einwohnern. Las Vegas, weltweit bekannt für seine Spielkasinos, Shows, Hochzeitskapellen und Luxusartikel ist ein global bedeutendes Touristikzentrum, in das jährlich etwa 39 Millionen Touristen reisen. Von dort aus ging unser Roundtrip weiter über den Grand Canyon National Park und Palm Springs an die mexikanische Grenze nach San Diego, die achtgrößte Stadt im den Vereinigten Staaten (1.287.000 Einwohner).
Die Reise führte uns weiter entlang der kalifornischen Küste nach Los Angeles. Zu unserem Leidwesen haben wir dort aber nicht die feschen Bienen der Lifeguards in ihren roten Badeanzügen getroffen, sondern nur einen Rettungsschwimmer, der mit seinem Fernglas den ihm zugeteilten Strandabschnitt von seinem Aussichtsturm aus observierte. Mit seinem gestählten Körper zog er eher die Blicke unserer Freundinnen auf sich. Bis auf eine Bewegungsfahrt im quietschgelben Geländewagen um sein Mittagessen zu holen, können wir leider von keinem Einsatz berichten. Wir sollten an diesem Tag aber doch noch auf unsere Kosten kommen und Bekanntschaft mit den Jungs des Fire Department Los Angeles County am Marina del Rey machen. Die sieben Kameraden hatten bei wunderbarem Wetter ihren Dienstsport am Morgen kurzerhand an den Strand verlegt und waren daher mit Ladder und Engine vorgefahren. Diese Chance nutzen wir und knipsten eifrig Fotos.
Weitere Meilensteine in L.A. waren Hollywood, Beverly Hills und die Universal Studios, wo wir im Rahmen der Besuchertour auch eine der Feuerwachen auf dem weitläufigen Studiogelände zu sehen bekamen. Über die Route 1 führte uns der Weg über Malibu Beach (zu unserem Leidwesen haben wir dort leider nicht die beiden ehemaligen Baywatch-Stars David Hasselhoff oder Pamela Anderson zu Gesicht bekommen), Ventura, Pismo Beach weiter gen Norden nach Santa Cruz. Am Samstag, 23. Mai 2009 waren wir schließlich nach knapp 5.600 Kilometern Fahrt entlang der Westküste wieder zurück an unserem Ausgangspunkt in San Francisco, wo wir noch einen Abstecher in das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz unternahmen.
Am Abend des 23. Mai 2009 flogen wir sechs Stunden von San Francisco nach New York. Eines der ersten Ziele, das unser besonderes Interesse als Feuerwehrler geweckt hatte, war der "Official FDNY Store". Dort erstanden wir ein Original-Ärmelabzeichen des Fire Department New York (FDNY) und begutachteten die unzähligen Ärmelabzeichen der Feuerwehren, die dieser Einrichtung bereits einen Besuch abgestattet haben. Zudem packten wir noch die Gelegenheit beim Schopf und saßen in einer ausgestellten Original-Kabine eines amerikanischen Feuerwehrautos für ein Erinnerungsfoto probe.
Im Central Park sahen wir am Nachmittag zwei große Rüstwagen „Hazardous Materials“ der Berufsfeuerwehr New York, die wir gleich in unser Bilderarchiv mit aufnahmen. Unter die Haut ging insbesondere der Besuch des Ground Zero am Memorial Day. In diesem Zusammenhang bekamen wir einen Einblick hinter die Kulissen der Feuerwache 10 an der Liberty Street, wo anlässlich des Feiertages die Tore für Besucher geöffnet waren. Die Wache an der Liberty Street ist unmittelbar gegenüber dem ehemaligen World Trade Center (WTC). Mithin waren die dort stationierten Kameraden die ersten Einsatzkräfte, die bei den Terrorangriffen am 11. September 2001 zum Einsatz gerufen wurden- und ihr Leben verloren. Gänsehaut bereitete uns der Anblick des dort ausgestellten, massiv verbeulten Straßenschildes "Liberty Street" und der Hecktüre des ehemaligen "Engine 10" aus dem Fuhrpark der Kameraden der Feuerwache Liberty Street. Beide Gegenstände wurden bei den Aufräumarbeiten in den Trümmern der Zwillingstürme des WTC gefunden und sind Zeitzeugen der Katastrophe von 9/11.
Bewegt hat uns am Tag darauf auch der audiogestützte Rundgang um die Großbaustelle, auf dem früher die beiden stählernen Giganten standen, die die Skyline des New Yorker Stadtteils Manhatten prägten und je 110 Stockwerke, also 415 Meter in die Höhe ragten. Die erste Maschine flog am 11. September 2001 um 8:46 Uhr in den Nordturm und riss ein Loch, das sich über sechs Stockwerke erstreckte (vom 93 bis zum 99 Stockwerk). Passagierflugzeug zwei crashte in den Südturm und zog eine Spur der Verwüstung vom 77 bis zum 85 Stockwerk nach sich. Der Einsturz der TwinTowers kostete fast 3.000 Menschen das Leben. Heute erstreckt sich die gigantische Großbaustelle über gefühlte 25 bis 30 Fußballfelder. Die Bauarbeiter benötigten gemäß der Audioführung 9 Monate um den riesigen Trümmerhaufen am Ground Zero abzutragen, in dem etwa 22.000 Leichenteile gefunden wurden. Allein 343 Feuerwehrleute verloren bei den Anschlägen am 11. September 2001 ihr Leben. Zu deren Gedenken ziert eine große Tafel mit Inschriften die Fassade der Feuerwache 10.
Die Amerikaner sind große Patrioten- das ist nicht erst seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 bekannt. Dass sie aber einen Teil der Stahlträger, die ursprünglich im WTC verbaut waren, einschmolzen und für den Bau eines Schiffes der US-Kriegsmarine verwendeten, erschien uns als Deutschen dann doch außergewöhnlich.
Mit unzähligen Eindrücken im Gepäck erreichten wir am Donnerstag, 28. Mai 2009 wieder "Good old Germany", respektive Frankfurt-Airport. Wie kleine Kinder haben wir uns nach den knapp drei Wochen im Land der Beagles, Donuts, Burger, French Fries und Muffins auf ein frisch gezaftes „Ritter-Spezial“ von FAUST und ein belegtes Schwarzbrot mit Preßsack gefreut. Trotzdem würden wir jederzeit wieder Richtung „Big Apple“ (NY) aufbrechen- am besten gleich morgen.
Copyright Feuerwehr Eichenbühl. Bericht und Bilder: Achim Steffan und Michael Frank

 

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